Das "Cervical
Cancer Consortium Europe" wird von der Europäischen Kommission
gefördert und befasst sich mit der Durchführung des
EU-Forschungsprojektes:
"Entwicklung
mathematischer Modelle
für neue HPV-gestützte Gebärmutterhalskrebs-
Früherkennungsprogramme
zur Beurteilung von klinischem Nutzen und Kosteneffektivität
(HPVCCS)“
Die Studie wird mit dem Ziel
durchgeführt, die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung in
Europa zu verbessern und die Kosten zu verringern. Durch Anwendung
neuartiger
Technologien und unter Berücksichtigung der viralen
Grunderkrankung
mit Humanen Papillomviren (HPV) sollen kosteneffiziente
Vorsorgeprogramme
für Gebärmutterhalskrebs entwickelt werden. Auftraggeber der
Studie ist die Europäische Kommission. Durch den Einsatz eines
kombinierten
Vorsorgesystems bestehend aus dem üblichen zytologischen
(PAP)-Abstrich
und dem zusätzlichen Nachweis von bestimmten humanen
Papillomviren,
die ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung von hochgradigen
Präkanzerosen
und Gebärmutterhalskrebs darstellen, konnte in bisher in Europa
laufenden
Studien mit 35.000 Frauen eine hohe Sensitivität für die
Entdeckung
von behandlungsbedürftigen Vorstufen des
Gebärmutterhalskarzinoms
bei der kombinierten Testung festgestellt werden. Nun soll in
großangelegten
Nachfolge-Untersuchungen der negative Vorhersagewert eines
HPV/PAP-negativen
Befundes über einen Zeitraum von 5 Jahren für das kombinierte
Testverfahren aus PAP-Abstrich und HPV-Nachweis ermittelt werden.
Hierfür
werden die Patientinnen aus den 7 laufenden Studien in 6
europäischen
Ländern (Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Schweden
und Spanien) mit Hilfe des kombinierten Vorsorgesystems und der
Kolposkopie
(Gebärmutterhals-Mikroskopie) nachuntersucht. Frauen, die
entweder
HPV-positiv und/oder zytologisch auffällig sind, sowie eine
zusätzliche
Kontrollgruppe (Frauen ohne auffälligen Befund) werden in
spezialisierten
Kolposkopiekliniken auf das Vorliegen einer
Gebärmutterhalserkrankung
überprüft. Ziel dieser Untersuchungen ist es, bei einem hohen
negativen Vorhersagewert die aktuellen Untersuchungsintervalle von
derzeit
1 Jahr auf 3-5 Jahre zu verlängern. Somit könnte durch den
zusätzlichen
Test auf HPV eine verbesserte Vorsorgeuntersuchung unter gleichzeitiger
Senkung der Gesamtkosten möglich werden. Im Rahmen des
EU-Projektes
sollen in den hierfür zu erstellenden mathematischen Modellen zur
Beurteilung des klinischen Nutzens auch sämtliche direkte und
indirekte
Kosten des bestehenden und von weiteren möglichen
Früherkennungsprogrammen
für Gebärmutterhalskrebs erfasst werden. Die
Untersuchungsergebnisse
werden zur Entwicklung kostensenkender, Länder- und
EU-spezifischer
Vorsorgeprogramme für Gebärmutterhalskrebs verwendet und
sollen
im Zuge der europäischen Harmonisierung der Etablierung eines
ganzheitlichen
europäischen Vorsorgesystems Vorschub leisten.
Studienschema:
Ziele
des CCCE
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